Alles, was Sie über die Entstehung von Schimmel wissen sollten – klar erklärt.
Grundlagen
Warum bildet sich überhaupt Schimmel?
Warum bildet sich überhaupt Schimmel?
Schimmel entsteht, wo Oberflächen längere Zeit zu feucht sind. Die häufigsten Ursachen sind
Kondenswasser an kalten Wänden und Wärmebrücken, zu hohe Raumluftfeuchte bei zu seltenem Lüften
sowie bauseitige Feuchte aus dem Mauerwerk. Schimmelsporen sind überall in der Luft und keimen,
sobald genug Feuchtigkeit vorhanden ist.
Kondenswasser
Was ist Kondenswasser und warum führt es zu Schimmel?
Schimmel durch Kondenswasser
Kondenswasser entsteht, wenn warme, feuchte Raumluft auf kalte Wandflächen trifft und dort
kondensiert – besonders an Wärmebrücken wie Raumecken, Fensterlaibungen und hinter Möbeln an
Außenwänden. Bleibt die Fläche dauerhaft feucht, wächst Schimmel.
Lüften & Feuchte
Kann falsches Lüften Schimmel verursachen?
Kann falsches Lüften Schimmel verursachen?
Ja. Beim Wohnen entsteht viel Feuchtigkeit – durch Kochen, Duschen, Wäsche und Atmen. Wird sie
nicht regelmäßig durch Stoßlüften abgeführt, steigt die Raumluftfeuchte und schlägt sich an
kalten Flächen nieder. Empfohlen sind 3–4 kurze Stoßlüftungen täglich und eine relative
Luftfeuchte von 40–60 %.
Aufsteigende Feuchte
Woran erkenne ich Schimmel durch aufsteigende Feuchte?
Schimmel im unteren Wandbereich
Schimmel im unteren Wandbereich und am Sockel, oft mit Salzausblühungen, deutet auf aufsteigende
Feuchte aus dem Mauerwerk hin. Ursache ist meist eine fehlende oder defekte Horizontalsperre –
anders als Kondensat tritt diese Feuchte ganzjährig auf, unabhängig vom Lüften.
Eigendiagnose
Kann man selbst herausfinden, woher der Schimmel kommt?
Kann ich selbst herausfinden, woher der Schimmel kommt?
Eine erste Orientierung geben Ort und Schadbild: Schimmel in Ecken und an Fenstern spricht für
Kondenswasser, im Sockelbereich für aufsteigende Feuchte, nach Regen für eindringende Nässe. Ein
Hygrometer zeigt die Raumluftfeuchte. Sicher lässt sich die Ursache aber nur mit einer Messung
bestimmen.
Gesundheit
Ist tatsächlich Schimmel in der Wohnung gefährlich?
Wie genau gesundheitsschädlich ist Schimmel?
Schimmel kann die Atemwege reizen sowie Allergien und Reizungen auslösen, besonders bei
empfindlichen Personen. Das Umweltbundesamt rät, Schimmel zügig zu entfernen; ab etwa einem
halben Quadratmeter Befall oder bei gesundheitlichen Beschwerden sollte ein Fachbetrieb
übernehmen.
Verwechslung
Schimmel oder nur Schmutz/Stockflecken?
Ist jeder dunkle Fleck an der Wand Schimmel?
Nein. Dunkle Flecken können auch Schmutzablagerungen (Fogging), Stockflecken oder
Salzausblühungen sein. Schimmel ist meist fleckig-pelzig, grün-schwarz und tritt zusammen mit
Feuchtigkeit oder modrigem Geruch auf. Im Zweifel hilft eine fachliche Begutachtung oder eine
Probe.
Folgen
Was passiert, wenn ich Schimmel nicht entferne?
Schimmel ignorieren – Folgen
Bleibt Schimmel samt Feuchtequelle unbehandelt, breitet er sich aus, wächst mit seinem Mycel in
den Untergrund und belastet die Raumluft mit Sporen und MVOC. Es drohen Schäden an Putz und
Bausubstanz sowie gesundheitliche Beschwerden. Das Umweltbundesamt rät, Ursache und Befall zügig
zu beseitigen.
Fachbetrieb
Schimmelursache – wann reicht Anschauen nicht?
Wann reicht eine erste Sichtprüfung nicht mehr aus?
Eine reine Sichtprüfung reicht nicht aus, wenn der Befall größer als etwa ein halber Quadratmeter
ist, wiederkehrt oder die Ursache unklar bleibt. Dann sollte ein Fachbetrieb wie SchimmelFuchs
die Feuchteursache messen und eine schriftliche Einschätzung mit Sanierungsvorschlag geben –
idealerweise mit Garantie auf die eingesetzten Produkte (bei SchimmelFuchs bis zu 25 Jahre).